Christian Günter Weber (SPD)
Im neuen Gewerbegebiet in unserer Gemeinde „Primsaue 2“ wird jeder Betrieb, ob klein, mittelständisch oder auch Neugründer die gleiche Möglichkeit bekommen sich zu bewerben und anzusiedeln. Ortsansässige Firmen wären hier wünschenswert. Um die Leerstände in den Ortszentren wieder attraktiv zu machen wäre ein Gründerzuschuss z.B. in Form von einem Jahr Mietfrei eine geeignete Möglichkeit wieder Gewerbetreibende anzusiedeln.
Peter Lehnert (Grüne / Amtsinhaber)
Seit 01.08.2012 Bin ich Bürgermeister der Gemeinde Nalbach. Meine zweite Karriere als Wahlbeamter begann ich auf den Tag genau nach 40 Jahren, an dem Tag, als ich meine Lehre zum Frisör, im elterlichen Betrieb begann. So vereinigen sich heute zwei Sichtweisen und Erfahrungswelten in meinem beruflichen Werdegang. Für einen Bürgermeister kann es von Vorteil sein, das Amt mit unternehmerischer Erfahrung aus zu üben. Gerade nach Einführung der doppischen Buchführung nach dem Vorbild einer „unternehmerischen“, kaufmännischen Buchführung und der nun bevorstehenden Einführung der Umsatzbesteuerung der Kommunen nach §2b ustg ist unternehmerisches Wissen und Handeln in Kommunen sehr gefragt. Eine wichtige Umorientierung der Ämter hin zu einer dienstleistungsorientierten Verwaltung wir ohne Vorbild und Wissen aus dem Unternehmensbereich schwer möglich sein. Wichtig für diese wichtigen Transformationsprozesse ist es, das mehr Unternehmer*Innen sich auf kommunaler Ebene und in der Politik engagieren.
Im Saarland haben sich gerade die 52 Bürgermeister*Innen der Städte und Gemeinden und die Landkreise zusammengeschlossen um den Strukturwandel im Saarland mitzugestalten und nach vorne zu bringen. Ein der wichtigsten Fragen wird sein was können Kommunen und Landkreise tun, um unternehmerisches Handeln im Saarland zu unterstützen und zu fördern.
Einige Antworten liegen auf der Hand und müssen in die Praxis umgesetzt werden:
Schnellere Genehmigungsverfahren, Betreuung und Beratung (Lotsendienst) gerade bei Neugründungen und Firmenübernahmen, Einheimische Firmen, wenn möglich, verstärkt beauftragen. Regionale Produkte fördern und selbst kaufen und nutzen. Veränderungen im Ausschreibungsverfahren politisch durchsetzen, damit Aufträge einfacher an einheimische Firmen vergeben werden können. Das sind nur einige wenige Beispiele was Kommunen und Landkreise über die reine Daseinsfürsorge und Schaffung der notwendigen Infrastruktur zur Verbesserung für Unternehmen tun können.
Aber es gibt auch eine Bringschuld für Unternehmer*Innen. Beteiligung, Mitarbeit und Engagement an Ihrem Unternehmensstandort. Mischen sie sich in die Politik, in die Arbeit von Verbänden und Berufsorganisationen ein. Suchen sie den Dialog mit ihrer Kommune.
In der Gemeinde Nalbach, wir sind eine von 13 Global Nachhaltigen Modellkommunen im Saarland, bieten wir für Firmen interessante Ansätze nachhaltiges Handeln im Unternehmen um zusetzten. Grundsatz hier: Ökologie schließt Ökonomie nicht aus. Im Gegenteil der Einsatz wird mit positiven Effekten für die Betriebe belohnt.
Wenn wir gemeinsam die Zukunft gestalten wollen, müssen wir gemeinsam handeln! Nachhaltig!