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MEDIENINFO | GVS begrüßt Effizienzpaket und fordert Bundesratsinitiative zum Bürokratieabbau

MEDIENINFO | GVS begrüßt Effizienzpaket und fordert Bundesratsinitiative zum Bürokratieabbau

Saarbrücken, 23. Juni 2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes - GVS e.V. begrüßt das von der Landesregierung beschlossene Effizienzpaket für weniger Bürokratie und eine moderne Verwaltung. Insbesondere die vorgesehene Abschaffung landesrechtlicher Berichtspflichten, deren Fortbestand nicht ausdrücklich begründet werden kann, setzt aus Sicht des Verbandes ein wichtiges Signal.

Positiv bewertet der GVS zudem die angekündigten Vereinfachungen bei Genehmigungsverfahren sowie den Verzicht auf entbehrliche Nachweis- und Vorlagepflichten. Entscheidend werde nun sein, die beschlossenen Maßnahmen zügig in praxistaugliche Regelungen zu überführen und ihre Entlastungswirkung im betrieblichen Alltag messbar zu machen.

Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigt sich zugleich beim Wirtschaftsserviceportal. Die ursprünglich bis Ende 2026 vorgesehene Bereitstellung von rund 45 Online-Diensten für etwa 230 Verwaltungsleistungen wird sich verzögern, weil die Umsetzung des aus Nordrhein-Westfalen übernommenen Portals hinter dem Zeitplan zurückbleibt.

„Wenn zentrale Digitalisierungsvorhaben nicht planmäßig vorankommen, müssen die verbleibenden landeseigenen Handlungsspielräume umso entschlossener genutzt werden. Für die Unternehmen zählt am Ende nicht die Zahl angekündigter Maßnahmen, sondern die konkrete Entlastung im Verfahren“, erklärt Timo Lehberger, Vorsitzender des GVS.

Der Verband weist zugleich darauf hin, dass ein erheblicher Teil der bürokratischen Belastungen auf Bundesrecht und europäische Vorgaben zurückgeht. Der GVS fordert die Landesregierung deshalb auf, die im Saarland vorgesehene Beweislastumkehr zum Ausgangspunkt einer Bundesratsinitiative zu machen. Auch auf Bundesebene sollten Berichts-, Melde-, Nachweis- und Dokumentationspflichten systematisch überprüft und nur dann aufrechterhalten oder neu eingeführt werden, wenn ihre Notwendigkeit nachvollziehbar belegt ist.

Besonders kleine Unternehmen und Soloselbständige seien von übermäßigen Anforderungen betroffen, da ihnen in der Regel keine eigenen Verwaltungs- oder Rechtsabteilungen zur Verfügung stünden. Der GVS bietet der Landesregierung an, den weiteren Prozess konstruktiv zu begleiten und konkrete Belastungsfälle aus der unternehmerischen Praxis einzubringen.

„Jetzt kommt es darauf an, dass die Entlastung auch wirklich in den Betrieben ankommt. Wir brauchen weniger Doppelmeldungen, weniger Nachweise und mehr Zeit für das eigentliche Geschäft“, so Lehberger abschließend.

GVS MEDIENINFO | Bessere Bahnanbindung stärkt Standortqualität für KMU und Selbständige

GVS MEDIENINFO | Bessere Bahnanbindung stärkt Standortqualität für KMU und Selbständige

GVS fordert Paris-Berlin-Express über Saarbrücken

Saarbrücken, 25. Mai 2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. unterstützt nachdrücklich die Initiative, die geplante zweite Schnellzugverbindung zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken zu führen. Nachdem Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt sich in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder für diese Streckenführung eingesetzt hat, fordert der GVS nun ein geschlossenes Handeln der saarländischen Politik. Hintergrund sind aktuelle Prüfungen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF für ein zweites tägliches Schnellzugpaar zwischen den beiden Hauptstädten. Bereits 2023 hatte sich der Verband für diese Trasse starkgemacht.
Aus Sicht des Verbandes geht es dabei nicht nur um einen zusätzlichen Halt im Fahrplan, sondern um eine entscheidende Standortfrage für das gesamte Saarland.
„Erreichbarkeit ist ein Schlüssel für die wirtschaftliche Zukunft des Saarlandes. Wenn wir ein Top-Standort für Zukunftstechnologien, Forschung und Industrie sein wollen, müssen wir auch besser angebunden sein. Ein zusätzlicher täglicher Schnellzug zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken bringt Fachkräfte, Partner, Kunden und Investoren direkter in die Region. Das verkürzt Wege, erleichtert Geschäftsreisen und erhöht die Sichtbarkeit des Saarlandes“, erklärt Timo Lehberger, Vorsitzender des GVS e.V.
Von einer besseren Fernverkehrsanbindung würden nach Auffassung des GVS keineswegs nur große Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen profitieren. Auch Soloselbständige sowie Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen seien darauf angewiesen, dass das Saarland gut erreichbar und wirtschaftlich attraktiv bleibt.
„Eine starke Bahnanbindung ist kein abstraktes Verkehrsthema, sondern Wirtschaftsförderung vor Ort. Davon profitieren eben nicht nur Großkonzerne. Wenn Geschäftsreisende, Touristen und Kunden leichter zu uns kommen, spüren das Hoteliers, Gastronomen, Handwerker, Händler und Dienstleister im Saarland ganz direkt. Eine bessere Fernverkehrsanbindung verbessert die Rahmenbedingungen und stärkt die Chancen kleiner Betriebe“, so Lehberger.
Saarbrücken liege im Herzen einer grenzüberschreitenden Wirtschaftsregion. Diese Lage müsse sich nach Auffassung des Verbandes stärker in konkreten Verkehrsentscheidungen widerspiegeln. Eine zusätzliche Verbindung Paris-Berlin über Saarbrücken wäre deshalb ein Gewinn für die Landeshauptstadt und das Saarland insgesamt.
Der GVS fordert daher ein geschlossenes, parteiübergreifendes Auftreten von Landesregierung, Kommunen und den saarländischen Bundestagsabgeordneten. Nur mit einer starken, gemeinsamen Stimme gegenüber dem Bund, der Deutschen Bahn und den französischen Partnern der SNCF lässt sich diese wichtige Fernverkehrsanbindung für das Saarland erreichen.

MEDIENINFO | GVS bestätigt Vorstand und positioniert sich als starke Stimme der Selbständigen im Saarland

MEDIENINFO | GVS bestätigt Vorstand und positioniert sich als starke Stimme der Selbständigen im Saarland

Saarbrücken, 06.05.2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes - GVS e.V. hat auf seiner Mitgliederversammlung am 05. Mai 2026 in Saarlouis seinen Vorstand neu gewählt. Timo Lehberger wurde als Vorsitzender bestätigt. Er führt den Verband seit 2015.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Stefan Hodab und Sascha Langguth wiedergewählt. Neuer Schatzmeister ist Ulf Lobermeier. Er folgt auf Wolfgang Eichner, der nach über 20 Jahren Vorstandsarbeit nicht erneut angetreten ist. Eichner wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung für sein langjähriges Engagement und seine Verdienste um den Verband geehrt. Als Beisitzer wurden Armin Bettinger und Uwe Gräßer bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dirk Köhl.

Mit Blick auf die kommende Landtagswahl will der GVS seine Arbeit als Interessenvertretung für Soloselbständige sowie Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen konsequent fortsetzen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für diese wichtige Gruppe in den Mittelpunkt rücken.

„Die Landesregierung darf Wirtschaftspolitik nicht nur als Industriepolitik verstehen. Industrie ist wichtig, aber unsere saarländische Wirtschaft ist wesentlich vielfältiger. Unser Land lebt ebenso von Soloselbständigen, Handwerksbetrieben, Händlern, Dienstleistern, Freiberuflern, Gastronominnen und Gastronomen sowie Familienunternehmen. Wer diese Breite stärkt, stärkt Innenstädte, Gemeinden, Ausbildung, Versorgung und regionale Wertschöpfung“, erklärt Timo Lehberger, Vorsitzender des GVS.

Der Verband wird in den kommenden Monaten den Austausch mit Parteien, Fraktionen sowie Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl fortführen. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen im Saarland.

„Kleine Betriebe brauchen Entscheidungen, die in der Praxis funktionieren. Es geht um weniger Bürokratie, bezahlbare Kosten, verlässliche und schlanke Verwaltungsverfahren, bessere Bedingungen für Nachfolge und Investitionen sowie um eine Politik, die unternehmerische Verantwortung nicht zusätzlich erschwert. Genau daran werden wir die landespolitischen Vorschläge zur Landtagswahl messen“, so Lehberger.

Der GVS werde seine Rolle als sachliche, aber deutliche Stimme der Selbständigen im Saarland weiter wahrnehmen.

GVS MEDIENINFO | A1-Bescheinigung: GVS begrüßt EU-Einigung zu weniger Bürokratie bei kurzen Auslandseinsätzen und fordert Einbeziehung des Bausektors

GVS MEDIENINFO | A1-Bescheinigung: GVS begrüßt EU-Einigung zu weniger Bürokratie bei kurzen Auslandseinsätzen und fordert Einbeziehung des Bausektors

Saarbrücken, 30.04.2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes - GVS e.V. begrüßt die vorläufige Einigung von Rat und Europäischem Parlament zur Reform der EU-Verordnungen 883/2004 und 987/2009 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit. Für saarländische Unternehmen ist vor allem die geplante Erleichterung bei der A1-Bescheinigung wichtig. Nach dem vorliegenden Kompromiss sollen Geschäftsreisen und kurze Tätigkeiten von bis zu drei aufeinanderfolgenden Arbeitstagen innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen künftig von der vorherigen Melde- und Antragspflicht ausgenommen werden. Für Tätigkeiten im Bausektor soll diese Ausnahme allerdings nicht gelten.
Aus Sicht des GVS ist die Einigung ein wichtiger Schritt, der jedoch nach fast 10 Jahren Verhandlungsdauer wieder deutlich zeigt, wie schwer sich Europa bei praktischen Entlastungen für kleine Unternehmen tut. 
„Für viele Selbständige und kleine Unternehmen im Saarland ist ein Einsatz in Luxemburg oder Frankreich kein Sonderfall, sondern normaler Betriebsalltag. Ein kurzer Kundentermin, eine Reparatur, eine Beratung oder ein Serviceeinsatz über die Grenze darf nicht jedes Mal ein eigenes Bürokratieverfahren auslösen. Wer für einen kurzen Auftrag über die Grenze fährt, braucht kein neues Bürokratiepaket, sondern ein unkompliziertes Verfahren“, erklärt GVS-Präsident Timo Lehberger.
Kritisch bewertet der GVS, dass der Bausektor nach dem Kompromiss von der Drei-Tage-Regelung ausgenommen werden soll. Gerade dort arbeiten viele kleine und inhabergeführte Betriebe regelmäßig grenzüberschreitend. Bauhandwerker, Ausbaubetriebe, Garten- und Landschaftsbauer sowie andere baunahe Dienstleister sind in der Großregion häufig kurzfristig bei Kunden im Nachbarland im Einsatz.
„Ein dreitägiger Einsatz eines saarländischen Handwerksbetriebs bei einem Kunden in Frankreich oder Luxemburg ist etwas anderes als eine langfristige Entsendung auf eine große Baustelle. Diese Differenzierung muss sich auch im Verfahren wiederfinden“, so Lehberger.
Der GVS fordert daher, den Bausektor nicht pauschal von der geplanten Erleichterung auszuschließen. Der Verband baut auf eine entsprechende Einigung und eine zügige formale Bestätigung der Reform. 

GVS MEDIENINFO | Corona-Soforthilfen Moratorium: Aufschub allein reicht nicht

GVS MEDIENINFO | Corona-Soforthilfen Moratorium: Aufschub allein reicht nicht

Saarbrücken, 23.04.2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband Saarland – GVS e.V. begrüßt, dass die saarländische Landesregierung die Rückmeldefrist zu den Corona-Soforthilfen verlängert und vorerst auf Rückforderungsbescheide verzichtet. Das angekündigte Moratorium nimmt zunächst Druck aus einem Verfahren, das viele kleine Unternehmen und Soloselbstständige belastet.
Aus Sicht des GVS reicht dieser Schritt jedoch nicht aus. Das Kernproblem bleibt bestehen: Der im Saarland zugrunde gelegte Betrachtungszeitraum bildet in vielen Fällen nicht mehr die eigentliche wirtschaftliche Schockphase des ersten Lockdowns ab, sondern teilweise bereits eine spätere Phase mit ersten Öffnungen und möglichen Nachholeffekten.
Es besteht die Gefahr, den ursprünglichen Zweck der Hilfe nicht vollständig zu erfassen, wenn die Corona-Soforthilfe nachträglich anhand eines Zeitraums geprüft wird, der je nach Antragstellung weit in den Sommer 2020 hineinreichen kann. Die Soforthilfe sollte akute existenzgefährdende Liquiditätsengpässe in der frühen Lockdownphase abfedern. Sie war nicht darauf angelegt, spätere Teilöffnungen oder kurzfristige Nachholeffekte pauschal gegen betroffene Betriebe wirken zu lassen.
Der GVS-Vorsitzende Timo Lehberger erklärt dazu: „Es ist richtig und wichtig, dass das Land den Druck auf die betroffenen Unternehmen zunächst mindert. Jetzt muss die gewonnene Zeit genutzt werden, um gemeinsam mit dem Bund nach einer Lösung zu suchen, die der wirtschaftlichen Realität des Frühjahrs 2020 gerecht wird.“ 
Der GVS nimmt zur Kenntnis, dass das Saarland bei weitergehenden Erleichterungen auf das Einvernehmen des Bundes verweist. Der Verband fordert, dass die Landesregierung, im Sinne der betroffenen Unternehmen, die bestehenden Möglichkeiten nutzt, die das Land bei Auslegung, Vollzug und Härtefallregelungen selbst in der Hand hat.

Der GVS fordert deshalb:
• eine Überprüfung des saarländischen Betrachtungszeitraums
• eine faire Härtefallregelung für Unternehmen, deren akute Lockdown-Schäden durch spätere Teilöffnungen rechnerisch verwischt werden
• eine unternehmensfreundliche Lösung, die Existenzen schützt und pauschale Rückforderungen vermeidet

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