Saarlouis, 05.06.2023. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. widerspricht der jüngsten Forderung des französischen beigeordneten Verkehrsministers Clément Beaune hinsichtlich der Streckenführung des geplanten Direktzugs zwischen Paris und Berlin. Der Verband kritisiert die Forderung des Ministers nach einer Verbindung über Straßburg und plädiert stattdessen für eine Streckenführung über Saarbrücken, die sowohl wirtschaftliche Vorteile für das Saarland als auch eine Entlastung anderer Strecken bieten würde. Der GVS-Vorsitzende Timo Lehberger äußert sich hierzu wie folgt:
„Das Saarland, als das europäischste Bundesland mit seiner günstigen geografischen Lage im Herzen Europas, hat enorme wirtschaftliche Potenziale. Eine direkte Zugverbindung zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken würde die bereits bestehenden Stärken des Saarlands weiter ausbauen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken.
Die aktuelle Planung der Deutschen Bahn, die eine Streckenführung über Saarbrücken vorsieht, wird zu einer Verkürzung der Reisezeit führen und zudem andere stark frequentierte Strecken entlasten.
Für das Saarland ist es nun entscheidend, dass diese Planung Bestand hat. Eine Direktzugverbindung über Saarbrücken wird die saarländische Wirtschaft stärken. Die verbesserte Erreichbarkeit des Saarlands für Geschäftsreisende, Touristen und potenzielle Investoren wird die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes erhöhen. Um erfolgreich wirtschaften zu können, brauchen wir Unternehmen gute verkehrliche Anbindungen an den Rest der Republik und das europäische Ausland. Was Wachstum und Neuansiedlungen betrifft, sehen wir das Thema Verkehrsanbindung ganz oben auf der To-Do-Liste der Landesregierung und der saarländischen Bundespolitiker.
Daher appelliert der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes an die Landesregierung und die saarländischen Entscheidungsträger in der Bundesregierung sich intensiv für eine Streckenführung über Saarbrücken zu engagieren.“