GVS warnt: Auflagen bremsen nicht nur Feste, sondern viele Branchen

GVS warnt: Auflagen bremsen nicht nur Feste, sondern viele Branchen

Saarbrücken, 09.04.2025. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. unterstützt ausdrücklich die Forderungen von Merzigs Oberbürgermeister Marcus Hoffeld zur Entschärfung und Vereinheitlichung der Sicherheitsauflagen für öffentliche Veranstaltungen. Der Brandbrief des Oberbürgermeisters bringt die Sorgen vieler Veranstalter, Gewerbetreibender und Kommunen auf den Punkt.

„Wenn bereits kleinere Stadt- und Volksfeste an überzogenen Sicherheitsvorgaben scheitern, steht ein ganzer Wirtschaftszweig auf der Kippe – und mit ihm das öffentliche Leben in unseren Städten und Gemeinden“, warnt Timo Lehberger, Vorsitzender des GVS e.V. „Viele unserer Mitglieder – Schausteller, Händler, Agenturen und Eventorganisatoren – leben von der Durchführung dieser Veranstaltungen. Was aus Sicherheitsgründen gerechtfertigt begann, ist mittlerweile zur bürokratischen Hürde mit unkalkulierbarem Risiko geworden.“

Gerade selbstständige Veranstalter können das Haftungsrisiko im Falle eines Vorfalls nicht länger alleine tragen. Auch bei größter Sorgfalt droht ihnen im Ernstfall eine persönliche und existenzielle Verantwortung. „Wer das Ehrenamt und Unternehmertum im Veranstaltungsbereich nicht mutwillig zerstören will, muss jetzt handeln“, so Lehberger. Der GVS fordert daher von der Bundes- und Landespolitik einheitliche, praktikable Sicherheitsstandards sowie eine klare Haftungsregelung, die Veranstalter rechtlich absichert.

Stefan Hodab, stellvertretender Vorsitzender des GVS e.V., ergänzt:
„Die aktuelle Entwicklung trifft nicht nur die Veranstaltungswirtschaft selbst, sondern auch die gesamte Wertschöpfungskette drumherum: Hotels, Gaststätten, Einzelhandel und Transportbetriebe. Jede abgesagte Veranstaltung bedeutet weniger Leben in der Stadt, weniger Umsatz für lokale Betriebe und weniger Begegnung in der Gesellschaft. Wer das verhindern will, muss jetzt die politischen Weichen stellen.“
Der GVS e.V. sichert den Kommunen, Veranstaltern und betroffenen Branchen seine volle Unterstützung zu. „Wir brauchen keine Symbolpolitik, sondern Lösungen, die umsetzbar sind – im Sinne der Veranstalter und im Sinne der Menschen“, betonen Lehberger und Hodab gemeinsam.