GVS mahnt: Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern

GVS mahnt: Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern

Saarbrücken, 8. Oktober 2025. Der Gewerbe- und Unternehmerverband des Saarlandes GVS e.V. begrüßt, dass die aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW die Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge im Saarland deutlich benennt. Sie zeigt, dass viele Betriebe in den kommenden Jahren vor der Übergabe stehen, aber keine geeigneten Nachfolger finden. Für den GVS ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass Selbständigkeit und Betriebsübernahmen im Saarland deutlich attraktiver werden müssen.
„Die Studie benennt das Problem klar, jetzt braucht es entschlossenes Handeln“, sagt GVS-Vorsitzender Timo Lehberger. „Während Industriepolitik und Großunternehmen im Mittelpunkt der Landespolitik stehen, dürfen Mittelstand und Kleinunternehmen nicht ins Hintertreffen geraten. Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern. Wer bestehende kleine und mittelständische Unternehmen stärkt und erfolgreiche Übergaben ermöglicht, sichert bestehende Arbeitsplätze, Ausbildung und Innovation im Land.“
„Gerade beim aktuellen Umbruch der Großindustrien und den damit verbundenen Unwägbarkeiten dürfen wir nicht auch noch Gefahr laufen, dass solide aufgestellte Klein- und Mittelbetriebe vom Markt verschwinden, nur weil sich dort kein Nachfolger findet“, ergänzt der stellvertretende GVS-Vorsitzende Stefan Hodab.
Der Gewerbe- und Unternehmerverband des Saarlandes vertritt die Interessen von Soloselbständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen im Saarland. Er setzt sich dafür ein, dass die Nachfolgefrage als zentrales Zukunftsthema verstanden wird, nicht nur als individuelle Herausforderung einzelner Betriebe, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
„Wenn in unseren Städten und Gemeinden nach und nach weitere Bäcker, Dachdecker, Apotheken oder kleine Fachgeschäfte verschwinden, verliert das nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Substanz“, so Timo Lehberger. „Unternehmensnachfolge ist daher weit mehr als ein wirtschaftspolitisches Thema. Sie entscheidet über die Lebensqualität, die Versorgung und die Zukunftsfähigkeit unserer Regionen.“