GVS MEDIENINFO | Bessere Bahnanbindung stärkt Standortqualität für KMU und Selbständige

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GVS fordert Paris-Berlin-Express über Saarbrücken

Saarbrücken, 25. Mai 2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. unterstützt nachdrücklich die Initiative, die geplante zweite Schnellzugverbindung zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken zu führen. Nachdem Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt sich in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder für diese Streckenführung eingesetzt hat, fordert der GVS nun ein geschlossenes Handeln der saarländischen Politik. Hintergrund sind aktuelle Prüfungen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF für ein zweites tägliches Schnellzugpaar zwischen den beiden Hauptstädten. Bereits 2023 hatte sich der Verband für diese Trasse starkgemacht.
Aus Sicht des Verbandes geht es dabei nicht nur um einen zusätzlichen Halt im Fahrplan, sondern um eine entscheidende Standortfrage für das gesamte Saarland.
„Erreichbarkeit ist ein Schlüssel für die wirtschaftliche Zukunft des Saarlandes. Wenn wir ein Top-Standort für Zukunftstechnologien, Forschung und Industrie sein wollen, müssen wir auch besser angebunden sein. Ein zusätzlicher täglicher Schnellzug zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken bringt Fachkräfte, Partner, Kunden und Investoren direkter in die Region. Das verkürzt Wege, erleichtert Geschäftsreisen und erhöht die Sichtbarkeit des Saarlandes“, erklärt Timo Lehberger, Vorsitzender des GVS e.V.
Von einer besseren Fernverkehrsanbindung würden nach Auffassung des GVS keineswegs nur große Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen profitieren. Auch Soloselbständige sowie Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen seien darauf angewiesen, dass das Saarland gut erreichbar und wirtschaftlich attraktiv bleibt.
„Eine starke Bahnanbindung ist kein abstraktes Verkehrsthema, sondern Wirtschaftsförderung vor Ort. Davon profitieren eben nicht nur Großkonzerne. Wenn Geschäftsreisende, Touristen und Kunden leichter zu uns kommen, spüren das Hoteliers, Gastronomen, Handwerker, Händler und Dienstleister im Saarland ganz direkt. Eine bessere Fernverkehrsanbindung verbessert die Rahmenbedingungen und stärkt die Chancen kleiner Betriebe“, so Lehberger.
Saarbrücken liege im Herzen einer grenzüberschreitenden Wirtschaftsregion. Diese Lage müsse sich nach Auffassung des Verbandes stärker in konkreten Verkehrsentscheidungen widerspiegeln. Eine zusätzliche Verbindung Paris-Berlin über Saarbrücken wäre deshalb ein Gewinn für die Landeshauptstadt und das Saarland insgesamt.
Der GVS fordert daher ein geschlossenes, parteiübergreifendes Auftreten von Landesregierung, Kommunen und den saarländischen Bundestagsabgeordneten. Nur mit einer starken, gemeinsamen Stimme gegenüber dem Bund, der Deutschen Bahn und den französischen Partnern der SNCF lässt sich diese wichtige Fernverkehrsanbindung für das Saarland erreichen.