Selbständige kritisieren weiterhin Überbrückungshilfe für KMU
Saarlouis, 11.09.2020. Der Gerwerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes - GVS e.V. übt harsche Kritik an der Ausgestaltung des Antragsverfahrens für die 2. Phase der Überbrückungshilfe für Soloselbständige, Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Der GVS Vorsitzende Timo Lehberger erklärt hierzu:
„Seitens der Wirtschaft wurde bereits das Antragsverfahren für die 1. Phase der Überbrückungshilfe für die Fördermonate Juni bis August 2020 wegen ihrem hohen bürokratischen Aufwand massiv kritisiert. Dass die Bundesregierung aus dieser Kritik nichts gelernt hat spricht Bände und ist mehr als enttäuschend.
So ist die Beantragung der Fördermittel auch in der 2. Phase von September bis Dezember nicht ohne die mit hohen Kosten verbundene Unterstützung durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt möglich. Weiter gibt es für diejenigen, die bereits Fördermittel für Juni, Juli und August beantragt haben keine einfache Möglichkeit, ihren Antrag auf die Monate September bis Dezember auszuweiten bzw. unbürokratisch zu verlängern. Eine kostenintensive Zweitbeantragung ist die Folge. Leider gibt es auch keine Möglichkeit einer Gesamtbeantragung für die beiden Phasen von Juni bis Dezember, da die Antragsfrist für die 1. Phase am 30. September endet und die Anträge für die 2. Phase erst ab Oktober möglich sein werden.
Wir fordern, dass die beteiligten Ministerien, allen voran das von Peter Altmaier geführte Wirtschaftsministerium, sich im Interesse der Betroffenen flexibel zeigen und doch noch eine Antragstellung für den Gesamtzeitraum sowie eine unbürokratische Verlängerung bereits gestellter Anträge ermöglichen.