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Corona-Hilfen: GVS kritisiert fristgebundene Behördenaufforderungen per E-Mail

Corona-Hilfen: GVS kritisiert fristgebundene Behördenaufforderungen per E-Mail

Saarbrücken, 13.03.2026. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. sieht kritisch, dass Unternehmen im Zusammenhang mit dem Rückmeldeverfahren zu Corona-Soforthilfen im Saarland per einfacher E-Mail zu einer fristgebundenen Selbstüberprüfung aufgefordert werden.
Auslöser für die Stellungnahme sind Hinweise aus der Praxis. Mitglieder des Verbandes berichten, dass Steuerberater ihre Mandanten derzeit gezielt darauf ansprechen, ob sie eine entsprechende E-Mail der Behörden erhalten haben. Nach Einschätzung des GVS zeigt dies, dass nicht sicher ist, ob alle betroffenen Unternehmen tatsächlich erreicht werden.
Grundsätzlich begrüßt der Verband ausdrücklich die zunehmende Digitalisierung von Verwaltungsverfahren. Digitale Abläufe können Prozesse vereinfachen und sowohl Unternehmen als auch Behörden entlasten. Problematisch wird es jedoch, wenn verbindliche Fristen ausschließlich über normale E-Mails kommuniziert werden.
„E-Mails können im Spamordner landen oder im hektischen Arbeitsalltag übersehen werden. Wenn gleichzeitig verbindliche Fristen laufen, kann das für betroffene Unternehmen schnell zum Problem werden“, erklärt GVS-Vorsitzende Timo Lehberger.
Hinzu kommt aus Sicht des Verbandes ein weiterer praktischer Punkt: Die Corona-Soforthilfen liegen inzwischen mehrere Jahre zurück. In vielen Betrieben haben sich seitdem E-Mailadressen geändert. Eine Aufforderung, die ausschließlich an eine damals hinterlegte Adresse gesendet wird, erreicht deshalb unter Umständen gar nicht mehr den richtigen Empfänger.
Zudem werden Unternehmen seit Jahren regelmäßig vor betrügerischen E-Mails gewarnt, die angeblich von Behörden stammen. Wenn echte Behörden ebenfalls fristgebundene Aufforderungen per E-Mail verschicken, kann dies zusätzliche Unsicherheit erzeugen.
„Digitale Verwaltung ist richtig und wichtig. Wenn jedoch Fristen gesetzt werden, sollte sichergestellt sein, dass die Information die Unternehmen auch zuverlässig erreicht. Denkbar wäre zum Beispiel eine zusätzliche Benachrichtigung über das ELSTER-Postfach oder ein ergänzender Hinweis per Post“, so Lehberger.

GVS begrüßt Nachfolgebonus und fordert Öffnung für alle Branchen

GVS begrüßt Nachfolgebonus und fordert Öffnung für alle Branchen

Saarbrücken, 19.11.2025. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. begrüßt den von Wirtschaftsminister Barke angekündigten Gründer- und Nachfolgebonus für Handwerksunternehmen als wichtiges Signal. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, eine neue Inhaberin oder einen neuen Inhaber zu finden. Jede Unterstützung, die eine erfolgreiche Übergabe erleichtert, stärkt den Wirtschaftsstandort Saarland.
Gleichzeitig betrifft die Nachfolgefrage weit mehr als das Handwerk. Auch im Einzelhandel, in der Gastronomie, bei Dienstleistern und im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe stehen in den kommenden Jahren zahlreiche Übergaben an. Der GVS hält es deshalb für notwendig, das Förderinstrument zügig auf die gesamte Breite der saarländischen Wirtschaft auszuweiten.
Der GVS-Vorsitzende Timo Lehberger erklärt hierzu: „Grundsätzlich ist der Nachfolgebonus eine sehr gute Sache. Dringend notwendig wäre aber eine Öffnung für alle übrigen Branchen. Wenn wir verhindern wollen, dass funktionierende Betriebe schließen, müssen wir die Förderung so gestalten, dass sie alle erreicht, die Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze sichern wollen.“
Eine erfolgreiche Nachfolge scheitert heute oft an finanziellen Hürden, an aufwendigen Antragswegen oder an fehlender Orientierung im Förderdschungel. Aus Sicht des GVS sollte die Förderung so gestaltet sein, dass sie für alle Branchen gut erreichbar ist, klare Verfahren bietet und potenzielle Nachfolger frühzeitig abholt. Ebenso wichtig ist eine Informationskampagne, die die gesamte Breite der saarländischen Wirtschaft anspricht und aufzeigt, welche Chancen in einer Betriebsübernahme liegen.
Der GVS steht bereit, seine Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft in die Weiterentwicklung des Programms einzubringen.

GVS mahnt: Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern

GVS mahnt: Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern

Saarbrücken, 8. Oktober 2025. Der Gewerbe- und Unternehmerverband des Saarlandes GVS e.V. begrüßt, dass die aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW die Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge im Saarland deutlich benennt. Sie zeigt, dass viele Betriebe in den kommenden Jahren vor der Übergabe stehen, aber keine geeigneten Nachfolger finden. Für den GVS ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass Selbständigkeit und Betriebsübernahmen im Saarland deutlich attraktiver werden müssen.
„Die Studie benennt das Problem klar, jetzt braucht es entschlossenes Handeln“, sagt GVS-Vorsitzender Timo Lehberger. „Während Industriepolitik und Großunternehmen im Mittelpunkt der Landespolitik stehen, dürfen Mittelstand und Kleinunternehmen nicht ins Hintertreffen geraten. Wer Zukunft will, muss auch den Bestand sichern. Wer bestehende kleine und mittelständische Unternehmen stärkt und erfolgreiche Übergaben ermöglicht, sichert bestehende Arbeitsplätze, Ausbildung und Innovation im Land.“
„Gerade beim aktuellen Umbruch der Großindustrien und den damit verbundenen Unwägbarkeiten dürfen wir nicht auch noch Gefahr laufen, dass solide aufgestellte Klein- und Mittelbetriebe vom Markt verschwinden, nur weil sich dort kein Nachfolger findet“, ergänzt der stellvertretende GVS-Vorsitzende Stefan Hodab.
Der Gewerbe- und Unternehmerverband des Saarlandes vertritt die Interessen von Soloselbständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen im Saarland. Er setzt sich dafür ein, dass die Nachfolgefrage als zentrales Zukunftsthema verstanden wird, nicht nur als individuelle Herausforderung einzelner Betriebe, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
„Wenn in unseren Städten und Gemeinden nach und nach weitere Bäcker, Dachdecker, Apotheken oder kleine Fachgeschäfte verschwinden, verliert das nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Substanz“, so Timo Lehberger. „Unternehmensnachfolge ist daher weit mehr als ein wirtschaftspolitisches Thema. Sie entscheidet über die Lebensqualität, die Versorgung und die Zukunftsfähigkeit unserer Regionen.“

Mehr Chancen für KMU: GVS begrüßt Vergabereform und fordert Mittelstandsbonus

Mehr Chancen für KMU: GVS begrüßt Vergabereform und fordert Mittelstandsbonus

Saarbrücken, 17.06.2025. Der Gewerbe- & Unternehmerverband des Saarlandes – GVS e.V. begrüßt die von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger angekündigte Reform des saarländischen Vergaberechts als klares Signal zur Entbürokratisierung und Stärkung des Mittelstands. Die geplante deutliche Anhebung der Wertgrenzen bei öffentlichen Aufträgen eröffnet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wieder echte Chancen zur Teilnahme an staatlichen Ausschreibungen.

„Für viele inhabergeführte Betriebe waren die bisherigen Hürden schlicht nicht zu bewältigen. Wer zwischen Werkzeugkoffer und Kundenauftrag noch seitenlange Vergabeunterlagen bearbeiten soll, macht am Ende oft gar nicht erst mit. Umso mehr begrüßen wir, dass die Landesregierung dieses Problem nun angeht“, erklärt GVS-Vorsitzender Timo Lehberger.

Die neuen Regelungen, die bereits zum 1. Juli 2025 in Kraft treten sollen, ermöglichen unter anderem Direktvergaben bis 100.000 Euro sowie freihändige Vergaben und beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb bis zum EU-Schwellenwert. Gleichzeitig soll der kommunale Vergabeerlass angepasst und der Missbrauch durch klare Antikorruptionsregeln verhindert werden.

„Gerade im kommunalen Bereich war das Vergabewesen bislang ein Paradebeispiel für gut gemeinte, aber praxisferne Vorschriften. Wir sehen in der Reform eine echte Chance für lokale Betriebe, wieder sichtbarer und konkurrenzfähiger zu werden – und für Verwaltungen, Projekte schneller und effizienter umzusetzen“, so Lehberger weiter.

Positiv bewertet der Verband auch die angekündigte Innovationsklausel, die jungen Unternehmen und StartUps mit kreativen Lösungen den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtern soll. Entscheidend sei nun die konsequente Umsetzung in der Praxis – mit nachvollziehbaren, verständlichen Regeln und einer echten Bereitschaft zur Vereinfachung auf allen Verwaltungsebenen.

Ergänzend regt der GVS an, das neue Vergabewesen um einen saarländischen Mittelstandsbonus zu erweitern. „In Baden-Württemberg erhalten kleine Unternehmen bei gleichwertigen Angeboten einen Zuschlag, wenn sie aus der Region stammen oder tarifgebunden sind – das wäre auch für das Saarland ein starkes Signal zur Stärkung der regionalen Wirtschaft“, so Lehberger.

Steuerpläne des Bundes: GVS warnt vor Schwächung kommunaler Wirtschaftsförderung

Steuerpläne des Bundes: GVS warnt vor Schwächung kommunaler Wirtschaftsförderung

Saarbrücken, 16.06.2025. Der Gewerbe- & Unternehmerverband Saarland – GVS e.V. begrüßt die geplanten Steuerentlastungen für Unternehmen, sieht jedoch mit Sorge auf die finanziellen Folgen für Städte und Gemeinden im Saarland. Wenn die erwarteten Mindereinnahmen nicht durch den Bund ausgeglichen werden, könnten ausgerechnet jene Strukturen unter Druck geraten, auf die Selbständige und kleine Betriebe im Alltag angewiesen sind.
„Die meisten Soloselbständigen und inhabergeführten Unternehmen profitieren nicht allein von steuerlichen Erleichterungen, sondern vor allem von funktionierenden kommunalen Angeboten – von der Gründungsberatung über die Wirtschaftsförderung bis hin zur Infrastrukturentwicklung“, erklärt der stellvertretende GVS-Vorsitzende Stefan Hodab. Wer diese Leistungen gefährdet, weil der Bund Entlastungen beschließt, ohne die Auswirkungen für die Kommunen abzufedern, verschärft die Probleme, statt sie zu lösen.
Der GVS unterstützt daher ausdrücklich die Haltung der saarländischen Landesregierung, die einen finanziellen Ausgleich für drohende Einnahmeverluste fordert. Steuerpolitik dürfe nicht auf dem Rücken der Kommunen betrieben werden, die mit großem Einsatz die wirtschaftlichen Grundlagen vor Ort sichern. Gerade in strukturschwächeren Regionen sei es entscheidend, dass Förderprogramme erhalten bleiben, Anlaufstellen nicht wegfallen und Investitionen in die Standortqualität weiter möglich sind.
„Entlastungen für Unternehmen sind richtig und wichtig“, so Hodab, „aber sie müssen mit der Realität in den Kommunen vereinbar sein. Sonst erreichen sie ausgerechnet die nicht, für die sie gedacht sind.“

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